Kooperative Gesamtschule Schwarmstedt
Wilhelm-Röpke-Schule

Inklusion an der KGS Schwarmstedt

Chancen und Herausforderungen

Die Gesamtschule als solches ist der Ort, an dem Inklusion gelingen kann und muss. Die bisherigen Erfahrungen verschiedenster Schulen haben gezeigt, dass es nicht am Engagement, an der Kompetenz und dem Kooperationswillen der Lehrkräfte mangelt. Inklusion an Gesamtschulen muss aber weiter gehen als die bisherige Mangelverwaltung.

Die KGS Schwarmstedt hat sich auf den Weg gemacht.

Unsere Schule m√∂chte, kann und muss eine Schule f√ľr alle sein ‚Äď dazu geh√∂ren Kinder und Jugendliche aus allen sozialen Schichten, Religionen, Herkunftsl√§ndern und mit unterschiedlichsten geistigen und k√∂rperlichen F√§higkeiten.

Ebenso kann Inklusion aber nicht bei den Sch√ľlerinnen und Sch√ľlern aufh√∂ren, sondern muss bei den Lehrkr√§ften und Mitarbeitern der Schule weiter gehen.

Bereits auf der Gesamtkonferenz vom 10.02.2014 wurde eine Arbeitsgruppe zu diesem Thema eingerichtet - die ‚ÄěSteuergruppe Inklusion‚Äú.

Sie besteht aus ca. 20 Mitgliedern. Es nehmen sowohl Lehrkräfte und Schulleitungsmitglieder der KGS Schwarmstedt, Förderschullehrkräfte, Schulbegleitungen als auch Lehrkräfte der benachbarten Grundschule Schwarmstedt teil.

Hauptanliegen ist es - unter den bestehenden oft schwierigen Rahmenbedingungen - einen Weg zu finden, die Chancen und Herausforderungen von Inklusion an unserer Schule sinnvoll zu nutzen.

Sch√ľler und Sch√ľlerinnen mit Unterst√ľtzungsbedarf sollen an unserer Schule m√∂glichst optimal betreut, unterst√ľtzt und unterrichtet werden.

F√ľr Lehrkr√§fte sollen Wege gefunden werden, die h√∂here Arbeitsbelastung - unter Hinzuziehung verschiedener Unterst√ľtzungssysteme - meistern zu k√∂nnen.

Auch an den schulischen Rahmenbedingungen (z.B. den Klassengr√∂√üen) wird sich zuk√ľnftig etwas √§ndern m√ľssen, um diesem Unterfangen wirklich gerecht werden zu k√∂nnen.

An der KGS Schwarmstedt werden bereits Sch√ľlerinnen und Sch√ľler mit dem Unterst√ľtzungsbedarf H√ĖREN, SEHEN, SPRACHE, K√ĖRPERLICH-MOTORISCH, EMOTIONAL-SOZIAL sowie LERNEN unterrichtet.

Zus√§tzliche Unterst√ľtzung steht diesen Kindern - aber auch den unterrichtenden Lehrkr√§ften - durch die Lehrkr√§fte der angrenzenden F√∂rderschule unter der Leitung von Herrn Will zu. Es finden hier Beratungsgespr√§che, Hospitationen und √úberpr√ľfungen statt.

Dar√ľber hinaus dienen die Mobilen Dienste der Unterst√ľtzung und Beratung aller Beteiligten. Sie stellen bei Bedarf ben√∂tigte Hilfsmittel zur Verf√ľgung oder helfen bei der Anbahnung eventuell notwendiger au√üerschulischer F√∂rderung.

Au√üerdem sind mittlerweile mehrere Schulbegleitungen Teil unseres Kollegiums. Diese k√∂nnen von Erziehungsberechtigten, aber auch auf Veranlassung der Schule selbst, beantragt werden, wenn Sch√ľler eine engere pers√∂nliche Begleitung im Schul- und Unterrichtsalltag ben√∂tigen. Die Schulbegleitungen stellen ein sinnvolles Bindeglied zwischen Schule, Elternhaus und Sch√ľler dar. Die Zust√§ndigkeiten liegen hier bei dem jeweiligen Tr√§ger, beim Landkreis und dem zust√§ndigen Jugendamt.

Auch die Sch√ľlerinnen und Sch√ľler mit sog. Lernschwierigkeiten wie LRS / Legasthenie, Dyskalkulie, ADS / ADHS finden Ber√ľcksichtigung, und auch hier ist ein verst√§rkter Austausch mit der F√∂rderschule gew√ľnscht.

Der Begriff des Nachteilsausgleichs ist im Zuge dieser heterogenen Lerngruppen immer gängiger geworden und gehört mittlerweile zum Schulalltag. Nachteilsausgleich bedeutet - wie der Name schon verrät - Ausgleich eines Nachteils.

Die Sch√ľlerin / der Sch√ľler wird zielgleich unterrichtet, und der tats√§chliche Leistungsanspruch darf nicht verringert werden. Der Nachteilsausgleich stellt also keine ‚Äď wie noch h√§ufig falsch verstanden ‚Äď Bevorzugung dar.

Der Nachteilsausgleich ist eine pädagogische Entscheidung in erster Linie der Lehrkräfte (je nach Situation in Zusammenarbeit mit Fachleuten der außerschulischen Förderung und den Erziehungsberechtigten). Über den Nachteilsausgleich wird in der Klassenkonferenz entschieden.

An unserer Schule arbeiten dar√ľber hinaus seit Jahren Sozialp√§dagogen.

Die Schule selbst hat Lehrkräfte zu Mediatoren ausgebildet. Es gibt Vertrauenslehrer und Beratungslehrer.

Zus√§tzliche konkrete Ma√ünahmen an unserer Schule sind - um nur zwei Dinge zu nennen - die Einf√ľhrung des Pausen-Paten-Systems sowie ein enger rechtzeitiger Austausch mit den umliegenden Grundschulen.

 

Der Gro√üraum Schwarmstedt bietet ebenfalls zahlreiche private zus√§tzliche Unterst√ľtzungsm√∂glichkeiten f√ľr Erziehungsberechtigte und deren Kinder, so z.B. die kinder-und jugendpsychiatrische Praxis von Frau K√ľhler und die lerntherapeutische Praxis von Frau Heitm√ľller.

Zwei Sprachlernklassen wurden ins Leben gerufen, um Sch√ľlerinnen und Sch√ľlern mit Deutsch als Zweitsprache einen zun√§chst noch gesch√ľtzten Raum zu bieten, wo m√∂glichst schnell die deutsche Sprache erlernt werden kann, um dann am Unterricht der entsprechenden Regelklassen teilnehmen zu k√∂nnen.

Alle verfolgen das Ziel, dass sich jeder an unserer Schule willkommen f√ľhlt und mit seinen ganz individuellen Problemen ernst genommen wird.

Sowohl die Klassenlehrkräfte als auch die Fachlehrkräfte unserer Schule sind sich bewusst, dass Altbewährtes - wie transparente Regeln und Rituale, eine klare Strukturierung des Unterrichts, das Sozialklima innerhalb einer Klasse - in Zeiten immer heterogener werdender Klassen - noch an Bedeutung gewinnt und ein sicheres Fundament bietet.

Uns allen ‚Äď egal ob Lehrkraft, Erziehungsberechtigte, Schulbegleitung oder Lerntherapeut ‚Äď uns allen liegt das Wohl der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen am Herzen; daher sollten wir uns um eine gute Zusammenarbeit bem√ľhen, weiter f√ľr Verbesserungen k√§mpfen, uns aber auch eingestehen, wenn wir an Grenzen sto√üen.

Steuergruppe Inklusion

Kristina Peper                                                                                                         August 2016

 

Inklusion

Kontakt:

Frau Kristina Peper

k.peper(at)kgs-schwarmstedt.de



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