11.11.2014 13:07
Fachbereich: Musik, Kunst

Rakubrand in Essel

Projektarbeit der Künstlerklasse


Am 13.06.2014 trafen sich die Schülerinnen und Schüler der Künstlerklasse des 8. Jahrgangs und ihre Lehrerin Frau Meyer in der Werkstatt von Sigrun Heinemann-Fischer in Essel, um ihre abschließende Projektarbeit anzugehen.

Zum Einen sollten Ton-Kacheln mit Gesichtern gefertigt werden, die mit farbigem Glas gestaltet werden sollten, zum Anderen hatten die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe,  kleine Kacheln vorzubereiten, die später mit der Raku-Technik gebrannt werden sollten. Beides wurde unter sachkundiger Anleitung von Frau Heinemann-Fischer konzentriert  gefertigt, so dass nach fünf Stunden Arbeit der Tisch mit Kachel-Rohlingen bedeckt war, die nun noch langsam und gleichmäßig trocknen mussten, bevor sie im Schrühbrand gebrannt werden würden

Als die Schülerinnen und Schüler am 11.07.14 wieder in Essel eintrafen, waren die kleinen Kacheln zum Glasieren vorbereitet, die großen Kacheln mit den Gesichtern waren ebenfalls gebrannt, und das farbige Glas war angeschmolzen. Nun wurden parallel die großen Kacheln transparent glasiert, um in einem zweiten Brand das Glas zum Verlaufen zu bringen  und die kleinen Kacheln mit einer speziellen Rakuglasur  glasiert, um in dem Brennofen auf dem Hof gleich gebrannt zu werden.

Die Raku-Technik ist eine spezielle Brenntechnik, bei der auf besondere Weise das Zusammenspiel von Feuer, Erde, Wasser und Luft erlebbar wird. Der Brennofen wird mit Gas betrieben. Die Ton-Objekte werden teilweise glasiert, gebrannt, dem Brennofen orangeglühend (bei ca. 1000°C)  mit einer langen Zange entnommen und in einen Behälter mit Sägespänen gelegt. Letztere entzünden sich sofort. Der Brand wird mit einem Deckel erstickt. Dadurch lagert sich unverbrannter Kohlenstoff ab. Dieser gestaltet die Objekte in unvorhersehbarer und reizvoller Weise mit.

Die Entnahme der glühenden Kacheln und die Reduktion in den Sägespänen waren für die Schülerinnen und Schüler spannend, das Säubern der  Kacheln in einer Zinkwanne mit Wasser weniger, aber das Ergebnis, unterschiedliche und doch zusammen gehörende Kacheln, war für alle Beteiligten überraschend und beeindruckend.


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