Kooperative Gesamtschule Schwarmstedt
Wilhelm-Röpke-Schule
02.07.2018 11:04
Fachbereich: Schulleitung

63 Abiturientinnen und Abiturienten feierlich aus der KGS entlassen


Die Abiturientinnen und Abiturienten 2018 beim obligatorischen Foto auf der Treppe der KGS.

Ralph G├Âtze, Manuel Kizakis, Lena Kasprick, Lorenz Skupzig, Birk J├Ąger, Colin Patschkowsky, Nike Mestwerdt, Vic Stolle, Julian Berg, Josephine F├╝llgraf und Tabea Lohmann wurden genau wie Emma Zeppernick f├╝r ein Abitur mit einer Durchschnittsnote unter 2,0 ausgezeichnet.

Emma Zeppernick bekam eine Auszeichnung f├╝r ihr Abitur mit der Durchschnittsnote 1,0.

Herr Gehrs

Mestwerdt und Hilliger

Daniella, Greta, Biringer, Jana und Fenja

Pagels, Zeppernick und Otto

Herr St├╝nkel

Herr Jan├čen

Otto, Berg und Zeppernick

Donnerstagabend, die Mensa der KGS war gef├╝llt mit erwartungsfrohen Jugendlichen, ihren Eltern, Verwandten und Freunden und vielen Lehrkr├Ąften der Wilhelm-R├Âpke-Schule.

Wie immer, wenn es besonders feierlich wird, spielte zun├Ąchst das Schulorchester unter der Leitung von Johnny Groffmann in gewohnt beeindruckender Weise. Gleich im Anschluss behauptete Schulsozialp├Ądagoge Christian Biringer, der als Moderator durch die Veranstaltung f├╝hrte, dass man ein Studium gar nicht braucht, so jedenfalls hatte es ihm ein Sch├╝ler vor einiger Zeit gesagt, dem der Stress vor dem Abitur zu viel war. Die Jugendlichen hatten alle eine harte Zeit hinter sich, der eine mehr, der andere weniger. Jetzt aber galt es, zu feiern, stolz zu sein, gl├╝cklich zu sein, denn die Abiturzeugnisse lagen bereit.

Zun├Ąchst aber nahm Gesamtschuldirektor Tjark Ommen die Jugendlichen mit auf eine Reise durch ihr bisheriges Leben. Er w├╝nschte sich, dass die Jugendlichen, denen er zum bestandenen Abitur gratulierte, etwas aus seiner Rede mitnehmen. Sein Text, der verschiedene Stationen auf dem Weg zum Erwachsenwerden beschrieb, war von klassischen Musikst├╝cken untermalt, die passend zum jeweiligen Lebensabschnitt ausgew├Ąhlt waren. Ommen betonte, dass die Schule stolz auf die Abiturientinnen und Abiturienten sei, und bot ihnen an, dass sie sich bei Problemen immer wieder melden k├Ânnen. ÔÇ×Wir sind f├╝r euch daÔÇť, versprach er zum Schluss seiner Rede.

Auch Samtgemeindeb├╝rgermeister Bj├Ârn Gehrs, von Christian Biringer als gro├čer Wegbegleiter der KGS angek├╝ndigt, gratulierte zum h├Âchsten Schulabschluss, den man an deutschen Schulen erreichen kann, der Allgemeinen Hochschulreife. Gehrs, fr├╝her selbst Sch├╝ler der Wilhelm-R├Âpke-Schule und sogar Sch├╝lersprecher, musste, um das Abitur zu machen, noch weite Wege auf sich nehmen, zu seiner Zeit gab es noch keinen Gymnasialzweig. In Walsrode, Mellendorf, Celle oder Hannover waren die Schulen, an denen man sein Abitur machen konnte, und erst vor 20 Jahren wurden die Weichen f├╝r die KGS gestellt.

Nach einem Queen - Medley des Schulorchesters dankte Christian Biringer dem Schulassistenten Thomas Sauer und Bjarne K├Âtter, Timo L├╝bke und Simeon Brammer aus der Arbeitsgemeinschaft Veranstaltungstechnik, die wie schon so oft f├╝r tolle Lichteffekten und f├╝r den guten Ton sorgten.

Die Schulelternratsvorsitzende Birgit Cordes betonte bei ihren Gl├╝ckw├╝nschen, dass ein Abitur nicht jedem zufalle, man m├╝sse schon daf├╝r arbeiten, aber wer es geschafft h├Ątte, k├Ânne gest├Ąrkt ins Leben gehen. Mit der K├Ânigsklasse der Schulabschl├╝sse k├Ânne man sich zwischen Studium, FSJ, Ausbildung oder Auszeit entscheiden, und nur wer flexibel bleibe, sei f├╝r den zuk├╝nftigen Wandel gewappnet. Im Namen der Eltern bedankte sie sich zum Schluss bei allen, die den Jugendlichen Wissen, Werte und Kultur vermittelt haben.

Die Sch├╝lersprecher Nike Mestwerdt und Jost Hilliger bezogen sich in ihrer Rede auf Wilhelm R├Âpke, hatten jedoch ganz andere Facetten aus dessen Leben zum Thema gew├Ąhlt als am Vortag. Beide waren sich sicher, dass es wichtig sei, mehr als nur seinen Namen zu kennen. R├Âpke sei ein Vorbild f├╝r alle, nicht, weil er mit 24 Jahren der j├╝ngste Professor in Deutschland war, mit Ludwig Erhard ein neues Wirtschaftssystem einf├╝hrte und ├╝ber 800 Schriften ver├Âffentlichte, sondern weil er sich in die Politik einmischte und schon sehr fr├╝h vor den Gefahren des Nationalsozialismus warnte, als viele diese noch nicht erahnten oder aber Angst hatten, ihre Bedenken kund zu tun. Nun erwartete die Sch├╝lersprecherin nicht, dass jemand sein Leben riskiert und ins Exil fl├╝chten muss wie R├Âpke damals, ÔÇ×Aber ihr solltet f├╝r das einstehen, an das ihr glaubt, f├╝r das, das ihr f├╝r richtig und wichtig haltet.ÔÇť Sie fuhr fort: ÔÇ×In der Gesellschaft mag er f├╝r seine wirtschaftlichen Arbeiten und Erkenntnisse ber├╝hmt sein, an dieser Schule ist er das viel eher als Verfechter sehr viel menschlicherer Werte, wie W├╝rde, Anmut und Ritterlichkeit.ÔÇť Diese Werte h├Ątten bis heute nicht an Relevanz und Aktualit├Ąt verloren und so w├╝nsche sie sich, dass die Abiturientinnen und Abiturienten sie nicht vergessen, sondern in ihrem weiteren Leben beherzigen, schlie├člich k├Ąmen sie, wie man im benachbarten Winsen sagt, von der ÔÇ×RitterschuleÔÇť.

Anhaltenden Beifall gab es nicht nur nach dieser Rede sondern auch nach den beeindruckenden Gesangsvortr├Ągen von Greta Nebel-Engehausen, Daniella Valtere, Fenja K├╝nne und Jana Schwabe aus der Gesangs-Arbeitsgemeinschaft des SV-Verbindungslehrers Oliver Kracke. Gleich darauf hielten Malin Otto, Emma Zeppernick und Jonas Pagels die Rede f├╝r den Abitur-Jahrgang. W├Ąhrend Malin, die von Beginn an in diesem Jahrgang war, an viele gemeinsame Erlebnisse erinnerte und die Schulzeit an der KGS Revue passieren lie├č, und au├čerdem den Eltern und Lehrkr├Ąften dankte, die mitgelitten und unterst├╝tzt hatten, ging Emma auf die Wirkung der Schulzeit auf die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler als Personen ein. So h├Ątte man sp├Ątestens in der Zeit der Abiturpr├╝fungen gelernt, welche Bedeutung der Umgang mit Stresssituationen oder ein gutes Zeitmanagement haben. Man habe viel erfahren, besonders auch ├╝ber sich selbst, ├╝ber Empathie, Aufrichtigkeit und Hilfsbereitschaft und so fuhr Emma fort: ÔÇ×Egal, wie ÔÇ× gut oder schlecht ÔÇť unser Abschluss im Endeffekt ist, er definiert nicht uns als Menschen. Nat├╝rlich ist es erfreulich, ein tolles Abi zu machen und klar ist es ├Ąrgerlich, nicht das zu schaffen, was man sich vorgenommen hat. Aber diese eine, kleine Zahl, die jetzt auf unserem Zeugnis steht, ist nicht unser Leben. Sie hat Einfluss darauf, das ist keine Frage, aber sie ist nicht alles. Diese Zahl sagt vielleicht was dar├╝ber aus, wie gut du Texte schreiben oder Gleichungen l├Âsen kannst. Aber zeigt sie auch, wie du immer der erste bist, der andere aufheitert, wenn es ihnen nicht gut geht? Oder wie du diejenige bist, die sich f├╝r alle einsetzt, die es selbst nicht k├Ânnen?ÔÇť Emma appellierte an ihre Mitsch├╝lerinnen und Mitsch├╝ler, in dieser Welt voller Leistungsdruck und Ehrgeiz die Menschlichkeit nie aus den Augen zu verlieren. Sch├╝lersprecher Jonas Pagels erg├Ąnzte die Worte seiner Vorrednerin um den Wert des Engagements. Nur wenn sich der Einzelne im kulturellen, politischen oder sozialen Bereich einbringt, kann Gesellschaft funktionieren, das habe man in der Schule in der Sch├╝lervertretung gesehen, bei den verschiedenen Arbeitsgruppen im Jahrgang und bei den vielen Veranstaltungen, die der Jahrgang durchgef├╝hrt hat. Man kn├╝pft neue Kontakte, kann kreativ sein, erreicht etwas und ist am Ende gl├╝cklich. Jonas Pagels erinnerte an politische Geschehnisse der letzten beiden Jahre und bat seine Mitsch├╝lerinnen und Mitsch├╝ler sich einzubringen, nicht den Polemikern, den Radikalen das Feld zu ├╝berlassen, nur weil sie die Lautesten sind. Man m├╝sse f├╝r seine Werte und ├ťberzeugungen einstehen und nichts hinnehmen, was in den eigenen Augen falsch ist, fuhr er fort. Nach diesen so eindrucksvollen Worten gab es nicht nur tosenden Applaus, standing ovations belohnten die drei Vertreter/innen des Jahrgangs, die f├╝r so viele tolle junge Menschen stehen.

Nach einer weiteren Gesangseinlage von Fenja K├╝nne und Jana Schwabe ergriff Gymnasialzweigleiter Jan St├╝nkel das Wort. Er sei stolz, dass die Entlasssch├╝ler/innen den Geist Wilhelm R├Âpkes im Herzen tragen und er sei stolz auf ihre Leistungen. Er erinnerte an die Einschulung 2011 im Jahr des ersten Abiturs an dieser Schule, an die Klassenlehrer/innen Frau Nerlich, Herrn Wehrung und Frau Br├╝nning, und er bat sie, die erlernten Kompetenzen in die Welt hinaus zu tragen. Anschlie├čend verliehen Gesamtschuldirektor Tjark Ommen, Gymnasialzweigleiter Jan St├╝nkel und Oberstufenkoordinator Uwe Jan├čen mit den jeweiligen Tutoren die Abiturzeugnisse an die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler. Alle wurden mit Beifall bedacht, der sich noch steigerte als mit Nike Mestwerdt, Tabea Lohmann, Josephine F├╝llgraf, Birk J├Ąger, Manuel Kizakis, Julian Berg, Vic Stolle, Lena-Marie Kasprick, Lorenz Skupzig, Colin Patschkowsky und Ralph G├Âtze alle Sch├╝ler/innen auf die B├╝hne gebeten worden sind, die ihr Abitur mit einem Schnitt machten, der besser als 2,0 war.

Anschlie├čend wurde Emma Zeppernick f├╝r die besten Leistungen im Fach Deutsch und f├╝r die besten Leistungen im Fach Englisch ausgezeichnet, Malin Otto bekam den Buchpreis der Landeskirche f├╝r die beste Pr├╝fung im Fach Religion und Julian Berg den Preis der Deutschen physikalischen Gesellschaft und auch den Preis der deutschen Mathematiker Vereinigung. Markus Winkelhaus und Christopher L├Âtsch wurden f├╝r ihre Erfolge bei den Pr├╝fungen auf ÔÇ×den letzten MeternÔÇť begl├╝ckw├╝nscht und last but noch least zeichnete Tjark Ommen die Sch├╝lerin Emma Zeppernick aus, die ihr Abitur mit dem sagenhaften Durchschnitt von 1,0 geschafft hat. Ein Ergebnis, das es an der KGS noch nicht gab.

Bilder der Abiturienten im Archiv





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