Die Gesamtkonferenz dankt der langjährigen Förderkreisvorsitzenden
Am 2.7.1990 wurde für die Wilhelm-Röpke-Schule ein Förderverein gegründet, um bei Veranstaltungen oder besonderen Wünschen unbürokratisch ein finanzielles Polster zu haben. Neun Jahre später, am 9.12.1999 wurde Christiane Wiebe als 1. Vorsitzende ins Vereinsregister eingetragen. Was sie seither und bis jetzt für die Schule getan hat, könnte, ausführlich beschrieben, ein Buch füllen. Nicht nur, dass sie sofort in der Planungsgruppe der neu entstehenden Kooperativen Gesamtschule mitwirkte, sie war zudem viele Jahre im Schulelternrat und im Schulvorstand aktiv, war maßgeblich daran beteiligt, dass die KGS Ganztagsschule wurde. Im Verein schaffte sie es, vielen Eltern zu vermitteln, doch Mitglied in dieser Gemeinschaft zu werden, sie bewies mit vielen Aktionen, wie viel Mehrwert das bringt. Waren zunächst u.a. Renate Joss, Rita Martens, Marion Grams und Inga Zimolong an ihrer Seite, folgten dann über viele Jahre Dagmar Kosinski und Michaela von Daak. Das Team um Christiane Wiebe hatte immer ein offenes Ohr für die Wünsche der Schüler:innen und der Lehrkräfte. So wären unzählige Go Sports und Mitternachtssportveranstaltungen mit Rainer Schröder, Christian Biringer, Gaby Wolters, Norbert Mehmke, Uwe Janßen und Karla Schulz ohne diesen finanziellen Rückhalt nicht möglich gewesen und natürlich war Frau Wiebe selbst fast immer vor Ort und unterstützte, wo sie konnte. Musicals mit Uli Zerdick, Heidi und Solveigh Christensen, Christa Thomas, Hanna Knoop, Dörthe Frech und später mit Florian Otte waren spektakuläre Höhepunkte des Schullebens. Als die Schüler:innen 2002 zum Ende ihrer Schulzeit einen Ball feiern wollten, war es Christiane Wiebe mit ihrem Förderkreisteam, die dieses möglich machte und die Verantwortung übernahm und für viele Jahre fortführte. Sie ebnete nicht nur finanziell den Weg für die Bläserklasse, die sich der „neue“ Musiklehrer Johnny Groffmann gewünscht hatte, der Förderverein unterstützt den Musikbereich bis heute ununterbrochen und zuverlässig. Unvergessen ihre Reaktion, als sie mit Herrn Groffmann, dem früheren Schulleiter Udo Möller und der damaligen Fachbereichsleiterin für den musisch-kulturellen Bereich Karla Schulz in Hemmingen in der dortigen KGS zu Besuch war und das Modell der Bläserklasse vorgestellt bekam. Der betreuende Musiklehrer merkte an, dass das größte Problem die Finanzierung sei. Christiane Wiebe entgegnete in ihrem so typischen leicht berlinerisch angehauchten Dialekt: “Wo ist denn das Problem? Dit machen wir schon.“ Und damit stand der Plan auf gesicherten Füßen. Als die Schultoiletten vor Jahren in einen jämmerlichen Zustand waren, übernahm der Förderverein die Reinigung und etliche Reparaturen, immer von örtlichen Unternehmen unterstützt. Die Toiletten in der alten Sporthalle wurden sogar Stück um Stück neu gemacht. Landrat Ostermann und Fachbereichsleiter Willem Wachter kannten die unbürokratische und zuverlässige Art bereits und waren, sofern es möglich war, an der Seite von Frau Wiebe. Ein noch größerer Coup gelang beim Neubau der Außensportanlagen. Alle wussten, das Gelände musste schnellstmöglich erneuert werden, aber das Geld war knapp. Frau Wiebe organisierte mit dem damaligen Bürgermeister Werner Bartsch und dem damaligen Sportfachbereichsleiter Uwe Janßen einen gigantischen Sponsorenlauf, der den Grundstock der Finanzierung bildete und für den Rest nahm sie einen Kredit auf, für den sie persönlich bürgte. So ist sie – ein Unikat.
So war es kein Wunder, dass die Schule sie nicht still und heimlich, sondern in einer Gesamtkonferenz verabschiedete. Gesamtschuldirektor Tjark Ommen dankte ihr, berichtete von ihren Leistungen und überreichte einen Bildband mit Fotos von den vielen Aktionen, an denen Frau Wiebe beteiligt war; in seiner ausführlichen Rede sagte er: „Sie haben Verantwortung übernommen, wenn Verantwortung gebraucht wurde. Sie haben sich eingesetzt, wenn andere vielleicht schon aufgegeben hätten.“ Und genau das ist das besondere an Christiane Wiebe.
Auch der Vorsitzende des Schulpersonalrats Alfred Thienel ließ es sich nicht nehmen, Frau Wiebe im Namen des Kollegiums und besonders der Sportlehrkräfte zu danken. Da hatte sie vor kurzem noch ein Equipment für den Orientierungslauf angeschafft und kurzerhand ein ganzes riesiges Sportevent, den „TriXit“, finanziert. Als letzte Amtshandlung aber hatte sie dafür gesorgt, dass mit Gordon Sundmacher, Thomas Priebe und Oliver Gartzke Nachfolger gefunden wurden, die „ihren“ Verein in bewährter Weise weiterführen wollen; der Kauf einer digitalen Zeitmessanlage mit Funkklappe und Lichtschranke für den Sportbereich war schon ein guter Start. Ein Kollegiums Abend nach der Gesamtkonferenz bot allen Lehrkräften noch einmal die Möglichkeit, Christiane Weibe für ihr jahrzehntelanges Wirken persönlich zu danken. Die Schule wird sie vermissen.


















