Feierliche Entlassung am Gymnasialzweig der KGS Schwarmstedt
Einen Tag nach den Haupt- und Realschüler:innen wurden auch die Abiturientinnen und Abiturienten der Wilhelm-Röpke-Schule in Schwarmstedt feierlich aus der Schule entlassen. Trotz der noch höheren Temperaturen in der festlich geschmückten Mensa war es eine feierliche und würdevolle Veranstaltung, in der die Gäste, entgegen dem von den Hauptdarsteller:innen gewählten Motto, auf jeden Fall im „richtigen Film“ waren.
Die Chöre 1 und 2 unter der Leitung von Marlies Weymann, mit der weiteren Chorleiterin Gesa Bauer am Klavier und mit der Unterstützung der Bläsergruppe unter der Leitung von Vinn Rübke schafften sofort eine positive Stimmung. Anschließend begrüßte der Sozialpädagoge Christian Biringer, der wieder in seiner unnachahmlichen Art durch die Veranstaltung führte, den Gesamtschuldirektor Tjark Ommen, seine Stellvertreterin Mascha Seiberlich, die Didaktische Leiterin Maren Engel, Gymnasialzweigleiter Jan Stünkel, Oberstufenkoordinator Uwe Janßen, die stellvertretende Landrätin Claudia Schiesgeries, Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs, Frau Hansen als Vertreterin des Schulelternrats, Jette Frerker von der Schülervertretung, Emilia Kretzer, Kim Mümmler und Neele Hafner als Sprecherinnen des Jahrgangs, Lehrkräfte, die Angehörigen und natürlich die Abiturientinnen und Abiturienten.
Gesamtschuldirektor Tjark Ommen war als Hausherr erster Redner und wandte sich nach der Begrüßung an die Hauptpersonen. Da er einige selbst unterrichtet hatte, gestand er: „Deshalb ist dieser Tag für mich nicht einfach die Verabschiedung eines Jahrgangs. Ich verabschiede Menschen, deren Entwicklung ich live beobachten durfte und die mir persönlich eng ans Herz gewachsen sind.“ Ommen erinnerte an ihren Start an der KGS, an die Aufregung damals und die Nervosität. Nach vielen Jahren mit Klassenfahrten, Kursfahrten, Projekten, Prüfungen, positiven und negativen Erinnerungen und Erfahrungen ginge die Schulzeit nun zu Ende. Ommen bedankte sich bei den Lehrkräften und allen anderen, die dafür sorgen, dass Schule überhaupt möglich ist. Den Schulabgänger:innen machte er Mut, nicht nur über Berufe, Studiengänge, Ausbildung und Karrieren nachzudenken, sondern darüber, welche Haltung sie gegenüber anderen Menschen einnehmen wollen. Würde, Poesie und Ritterlichkeit, Begriffe aus dem Leitbild der Wilhelm-Röpke-Schule, würden vielleicht nicht täglich benutzt, es lohne sich aber, darüber nachzudenken, welchen Wert sie gerade heute haben. Einen Menschen anzuerkennen, die Welt nicht nur nach ihrem Nutzen zu betrachten, die eigene Stärke für andere einzusetzen; so interpretierte Ommen diese Begriffe für die heutige Zeit und bat die jungen Erwachsenen, sich die Fähigkeit zu bewahren, sich begeistern zu lassen, mutig zu sein, Haltung zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen.
Die stellvertretende Landrätin Claudia Schiesgeries erläuterte nach der Gratulation im Namen des Landkreises, dass dieser als Schulträger „nur“ die Hülle zur Verfügung stellt, die Menschen selbst müssten diese mit Leben füllen, Orientierung geben, Toleranz vorleben, Reibung aushalten, und gerade in der Zeit vor den schweren Prüfungen, Fokussierung auf das Wesentliche lehren. Wenn das gelungen sei, könne man Gestalter unserer Gesellschaft werden. Frau Schiesgeries dankte allen, die dazu beigetragen haben, dass dies bestmöglich gelingt. Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs gratulierte und dankte wie seine Vorredner:innen und betonte, dass er stolz sei, dass die Gemeinde mit 13500 Einwohnern in der Lage ist, jetzt schon über 25 Jahre lang so ein attraktives breites Angebot zu haben.
Im Anschluss sangen Liara Stahl und Madeleine Hulm im Duett. Beide mit wunderbaren Stimmen, seit Jahren in der Schulband, bezauberten das Publikum und erzeugten Gänsehautmomente. Als Christian Biringer die beiden nach ihrem Auftritt daran erinnerte, dass dies ihr letzter gemeinsamer Auftritt hier war, waren Tränen nicht zu vermeiden. Biringer dankte in diesem Zusammenhang dem Technik Team um den Schulassistenten Thomas Sauer, die dafür sorgen, dass die Töne auch gut bei den Gästen ankommen.
Aus dem Schulelternrat gratulierte Michaela Hansen, die daran erinnerte, dass die Eltern gerade noch ihr Kind auf dem Arm getragen haben oder gemeinsam den Turnbeutel suchten, und zack, ist der junge Mensch bereit, loszugehen und das Elternhaus zu verlassen. Schule sei dabei nicht nur ein Ort zum Lernen, sondern besonders auch ein Ort zum Wachsen. Frau Hansen dankte allen, die dazu beigetragen haben.
Aus der Schülervertretung gratulierte und dankte Jette Frerker. Sie versuchte, den Begriff „Abitur“ genauer zu analysieren und meinte, dass er viel mehr bedeute als die Erklärung im Duden, hätten doch die Schüler:innen so viel Arbeit investiert. Jetzt, so wünschte sie es, solle man die Erfolge auf dem Abiball ausgiebig feiern.
Ihre Premiere auf der Mensabühne und gleichzeitig ihren letzten Auftritt feierte eine Band, die Schüler:innen aus dem Jahrgang extra für diesen Anlass gegründet hatten: David Czwalinna am Saxophon, Jona Eilers am Schlagzeug, Louis Eilers an der Gitarre, Neele Hafner am Bass, Leonhard Senkel am Klavier und Madeleine Kiesewetter und Melina Tober als Sängerinnen lieferten einen tollen emotionalen Auftritt ab. Ebenfalls aus dem Jahrgang waren Emilia Kretzer, Kim Mümmler und Neele Hafner, die die Rede für die Schüler:innen hielten. Sie erinnerten sich an Klassen- und Kursfahrten, an die schwierige Auswahl der Fächer, an immerhin drei Unfälle auf dem Schulparkplatz, daran, dass es schwer war, Leute für Arbeitseinsätze zum Geldverdienen zu gewinnen, aber nie, Leute zum Feiern zusammen zu bekommen. Auch die Improvisationen zu den Abiprüfungen, die Planungen für den Abiball, der legendär werden sollte, waren Thema. Nach dem Ball geht es weiter, aber jetzt sei die Zeit, sich bei allen zu bedanken, die sie auf diesem Weg unterstützt haben. Zwei, die dies im Besonderen getan haben, sind Gymnasialzweigleiter Jan Stünkel und Oberstufenkoordinator Uwe Janßen, die anschließend als Redner gemeinsam auf die Bühne kamen. Sie ließen noch einmal Revue passieren, was die Abiturientinnen und Abiturienten geleistet haben, zum Teil mit der Unterstützung der ganzen Familie, insbesondere aber mit der Hilfe ihrer Lehrkräfte. Herr Janßen machte sich zudem Gedanken über die Zeit, die z.B. eine Woche vor einer Klausur unendlich lang, und dann am Abend davor einfach weg ist. Man hätte aber gelernt, mit Herausforderungen umzugehen und immerhin 23 der 69 Prüflinge hätten eine 1 vor dem Komma ihrer Gesamtnote. Zum Schluss dankten die beiden Hauptverantwortlichen allen, die mitgeholfen hatten, dass alles fehlerlos abläuft; insbesondere wurde auch Frau Engel für den Prüfungsvorsitz und Frau Seiberlich gedankt, die mit ihren perfekten Planungen für reibungslose Abläufe sorgt. Ein letzter fulminanter Auftritt der Schulband unter der Leitung von Marcel Kaluza rundete diesen Teil der Veranstaltung ab und man ging zur Vergabe der Zeugnisse über, die von den Tutoren und Tutorinnen und dem Schulleitungsteam überreicht wurden. Besonders geehrt wurden Lara Nagel und Kim Mümmler für herausragende Leistungen im Fach Deutsch und Yeva Karpenko, die herausragende Leistungen beim Erlernen der deutschen Sprache gezeigt hatte. Im Fach Mathematik wurden Leonhard Senkel und Yeya Karpenko ausgezeichnet, den Reach out-Abiturpreis des Fachverbands für moderne Fremdsprachen erhielt Lara Nagel für 15 Punkte in der Englisch Prüfung. Leonhard Senkel, Felix Lammers, Yeva Karpenko und Tristan Heppe wurden für ihre Leistungen in Physik ausgezeichnet, Yeva Karpenko und Nicola Dzieciatkowski für das Fach Chemie. Jana Alina Pavel wurde im Fach Geschichte geehrt und Leonhard Senkel im Fach Werte und Normen. Im Anschluss erhielten alle 23 Prüflinge, die mit einer 1 vor dem Komma abgeschnitten hatten, ein Geschenk und Lara Nagel und Yeva Karpenko eine Auszeichnung für die 1,0.
Nach dem obligatorischen Gruppenfoto auf der Schultreppe, wurden bei einem Empfang noch ausführlich alte Geschichten und Perspektiven ausgetauscht.