Ein Stück Freundschaft

Der DS Kurs des 12. Jahrgangs führt ein selbst geschriebenes Theaterstück auf.

Marius Ahlswede war nervös, sein erster DS Kurs (Darstellendes Spiel) wollte ein Theaterstück aufführen, nicht einen bekannten Klassiker oder ein vielleicht umgeschriebenes bewährtes Drehbuch – nein, sein Kurs hatte sich gleich zu Beginn des zweiten Halbjahres gewünscht, etwas ganz Eigenes zu machen. Das Thema Freundschaft sollte im Mittelpunkt stehen, etwas, was für sie selbst wichtig, vielleicht am Wichtigsten war.

Alles war gut vorbereitet: ein ansprechendes Werbeplakat, Freunde und Verwandte füllten die Mensa, ein Catering Team hatte unter dem Dach des Ehemaligenvereins Getränke und Snacks bereitgestellt, das Technik-Team von Thomas Sauer hatte Musik- und Lichtanlagen aufgebaut und mit dem Kurs geprobt, die Gäste hatten beim Betreten der Mensa notiert, was sie persönlich unter Freundschaft verstehen; alle waren erwartungsfroh und gut gelaunt, als Marius Ahlswede die Bühne betrat und „Ein Stück Freundschaft“ ankündigte.

Der Applaus gleich zu Beginn machte Mut.

Denis Stier, Jonas Dozlow, Mats Holy, Bennet Kammann, Beyar Seido, Faris Sperl, Basima Sihoqi, Greta Kurfürst, Leonie Brockmann, Rya Rahle und Alisiya Fedorova saßen auf Stühlen nebeneinander auf der Bühne, als der Vorhang aufging. Sie diskutierten, was man unter Freundschaft verstehen kann. Im Anschluss folgten verschiedene Spielszenen, die zum Teil im Zusammenhang standen. So ging es um einen neuen Mitschüler, der von ein paar anderen immer wieder gedemütigt wurde. Irgendwann vertraute er sich einer Mitschülerin an, die diese Tatsache an andere Mädchen aus der Klasse weitergab. Beim nächsten Übergriff stellte sich die Mädchengruppe um ihn herum, so dass die „bösen Buben“ von ihm zurückwichen und ihn in Zukunft in Ruhe ließen, da er durch die Freundinnen geschützt war. Eine weitere Episode handelte von einer Mitschülerin, die mit ihrer schlechten Laune ihre beste Freundin immer wieder vor den Kopf stieß. Nachdem die Situation auf der Klassenfahrt nach London völlig eskaliert war, sprachen sich die beiden endlich aus und die Freundschaft lebte weiter.

In flotter Reihenfolge, von einer Pause unterbrochen, reihte sich Geschichte an Geschichte. Alle berührten das Publikum, denn sie waren aus dem Leben gegriffen. Die Spielfreude der jungen Akteure sprang auf die Gäste über.

Als zum Ende Marius Ahlswede wieder die Bühne betrat, wusste er, das Experiment war gelungen. „Sein“ erster DS-Kurs hatte es geschafft, das Publikum mitzunehmen und mit seinen Geschichten gut zu unterhalten. So konnte er die jungen Schauspieler:innen für ihre Ideen, für ihre Spielfreude und Bühnenpräsens loben. Die Mitglieder des DS-Kurs beglückwünschten ihrerseits Herrn Ahlswede und sorgten damit für weiteren Applaus, den dann auch Maren Engel und Uwe Janßen aus dem Schulleitungsteam aufgriffen und sich im Namen der Schule bei den Schauspielern, der Lehrkraft und den Mitarbeiter:innen im Hintergrund bedankten.

Ein rundum gelungener nachdenklich machender Abend ging zu Ende.

Marius Ahlswede kündigte sein erstes Theaterstück mit einem DS-Kurs an.